Konzept

»There are two axioms in Gestalt therapy: „What is, is“, and „One thing leads to another“.«
Gary Yontef

Supervision, Coaching und Weiterbildung eröffnen einen individuellen Lern- und Entwicklungsraum.

In meiner Arbeit orientiere ich mich an den konkreten Zielen und Bedürfnissen, Fragen und Aufgabenstellungen, die zu Beginn erarbeitet und während des Prozesses immer wieder aktualisiert werden. Ich arbeite prozessual, mit Methoden des systemischen Ansatzes und insbesondere mit kreativen und analogen Verfahren der integrativen Gestaltarbeit sowie der Theaterarbeit u.a. nach Augusto Boal (Forumtheater, Statuentheater).

Kreativität trägt dazu bei, neue Einsichten zu gewinnen, Probleme zu lösen, Blockaden zu überwinden, Lebensschwierigkeiten zu beheben, Leben und Zusammenleben zu gestalten.

Kreative Medien helfen, bisher Ungesagtes auszudrücken und das zur Sprache zu bringen, was in der gesprochenen Sprache noch keinen Ausdruck finden konnte bzw. nur schwer zugänglich ist: im persönlichen Erleben, in zwischenmenschlichen Beziehungen und in institutionellen Zusammenhängen.

Ich sehe den einzelnen Menschen im Mittelpunkt:

  • mit seiner Biographie
  • seinem sozialen Kontext
  • seiner Körperlichkeit
  • seinem Denken, Handeln und Fühlen

  • Mit alledem ist eine Haltung verbunden, die für mich viel mehr als alles andere an erster Stelle seht: der Dialog.

    Von den Quellen, die mich zu dem Begriff und der Haltung des Dialoges geführt haben, will ich insbesondere den im Mai 1997 verstorbenen brasilianischen Pädagogen Paulo Freire nennen. Freire beschreibt den Menschen als ein Wesen des Dialoges. Und er misst dem Dialog eine gesellschaftliche Aufgabe bei: Prozesse der Veränderung zu vollziehen und Entfremdung aufzuheben. Hierbei weist der Begriff der Entfremdung weit über den politischen Begriff der „Entfremdung von den Produktionsmitteln“ hinaus. Er umfasst ebenso die Entfremdung vom Körper, von den eigenen Gefühlen, von den Mitmenschen und der unmittelbaren Lebenswelt.

    Übertragen auf eine supervisorische Haltung gelange ich zu recht einfachen, mitunter naiv klingenden Begriffen wie z.B. Respekt vor dem Fremden, Neugierde, Wohlwollen und damit zu einer Haltung,

  • die andere Lebenswelten verstehen will
  • die von kultureller Vielfalt und der Gleichwertigkeit unterschiedlicher Erfahrungen ausgeht
  • die bestrebt ist im Hinblick auf ein gemeinsames Lernen und Handeln